Nur 9% der Versicherungsmakler und Assekuradeure in Deutschland verfügen über eine Software-Lösung, die allen gestellten Anforderungen entspricht. Knapp 25% der Makler, die eine Standardsoftware einsetzen, bewerten die Bereitstellung neuer Produktfeatures durch den Anbieter als nicht befriedigend. Noch schlechter steht es um die Anpassung der Lösungen an die Wünsche und Vorschläge der Anwender. 16% der Makler vergeben hier die Note mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Frankfurter Marktforschungsinstituts MR & S Market Research & Services GmbH und des Bochumer Softwareanbieters Genesis-Software GmbH unter 700 Versicherungsmaklern.
Insgesamt bietet der Markt zwar eine Reihe von Lösungsangeboten, im Abgleich mit den Anforderungen der Versicherungsmakler und Assekuradeure schneiden diese aber eher schlecht ab. Hier ist die Software-Branche gefordert, im direkten Dialog mit den Anwendern leicht zu bedienende, flexible und individuell an die Kunden- und Marktbedürfnisse anpassbare Software bereitzustellen.
Ziel der Marktbeobachtung war es, festzustellen, welche Lösungen in diesem Anwendungssegment zum Einsatz kommen, ob Standard- oder Individuallösungen vorherrschen, ob die Applikationen den Anforderungen dieser Branche an umfassende, zukunftsorientierte Anwendungen Rechnung tragen und wie hoch der Zufriedenheitsgrad mit dem bestehenden Softwareangebot ist.
Rund 90% der Befragten setzen spezielle Maklersoftware ein, nur die Hälfte dieser greift dabei aber auf eine Standardlösung zurück. Als Alternative zu spezieller Maklersoftware stehen Office-Lösungen an der Spitze: Überwiegend zum Einsatz kommen Excel, Word & Co. Zufrieden sind die Befragten hingegen mit den Hotlines der Softwareanbieter. Verfügbarkeit, Reaktionszeit und Qualität wurden durchschnittlich mit der Schulnote 2 bewertet. Auch die Verfügbarkeit und Qualität von Updates und Patches durch den Support schneidet gut ab. Hinsichtlich des Umgangs mit Kunden müssen einige Softwareanbieter nach Meinung der Makler offensichtlich noch dazulernen. Der Vorwurf: Arroganz statt König Kunde. Optimierungen werden auch in bezug auf die Benutzerfreundlichkeit der Programme gefordert. Zwar seien die Programme zum Teil sehr flexibel, ohne gute EDV-Kenntnisse jedoch nicht in vollem Umfang nutzbar.
Die Botschaft an die Lösungsanbieter ist klar: Software muss einfach zu handhaben sein, sich an die Bedürfnisse der Makler anpassen und über die „richtige Mischung“ aus Standardfunktionalität und unternehmens- spezifischen Anpassungen verfügen.
|